ein mobiles gedicht.

ich fahre auto
und ich liebe mich dafür
und ich hasse mich dafür
wir sind des planeten krebsgeschwür

wir fahren durch die Straßen
in rauen mengen
wir drängen wir hupen und hetzen
sitzen gepolstert auf fetten ärschen
verbrennen verbrennen verbrennen
der erde gold

wofür
um anzukommen
wo wir nicht sein wollen
um anzukommen wo wir nicht sein wollen

wir bauen straßen
pechschwarzer asphalt
werden alt vom gift der gase
vom gift vom gift vom gift

ich liebe mein auto
ich liebe es zu fahren
ich hasse es zu fahren
ich hasse den stau den stau den stau
ich hasse und hasse und hasse und liebe
und kann es nicht lassen.

ich fahre auto
und ich liebe mich dafür
und ich hasse mich dafür
wir sind des planeten krebsgeschwür.

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aus dem leben einer assistenz.

- ich habe mir gedacht, dass
- nein
- oh, wie wäre es mit
- nein nein
- vielleicht könnten sie sich vorstellen
- ha ha nein
- man könnte aber auch
- nein nein oh nein
- … eine idee wäre noch
- danke danke
- ja
- gut gemeint
- ja aber
- aber nein.
- gern gescheh’n.

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